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STÖRUNGSHILFE · WARTUNG & REPARATUR

Zisterne leer – und die Bewässerung steht

Im Mai ist die Zisterne randvoll, Ende Juli zieht die Pumpe Luft. Das ist kein Defekt, sondern Mathematik: Ein Hausgarten verbraucht in einer trockenen Woche mehr, als ein normales Dach in einem trockenen Monat liefert. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht.

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SYMPTOM

Woran Sie es erkennen

Die Pumpe läuft, fördert aber nur Luft oder schaltet über den Trockenlaufschutz ab; der Wasserstand in der Zisterne fällt in Hitzeperioden um 20 bis 40 Zentimeter pro Tag; die Bewässerung fällt in genau den Wochen aus, in denen sie am dringendsten gebraucht wird. Wer eine Nachspeisung hat, wundert sich über den Trinkwasserzähler; wer keine hat, über den Rasen. Zur Einordnung: 300 Quadratmeter Rasen brauchen im Hochsommer 6.000 bis 9.000 Liter pro Woche – eine 5.000-Liter-Zisterne ist damit nach vier bis fünf Tagen ohne Regen leer.

  • Pumpe zieht Luft oder schaltet über Trockenlaufschutz ab
  • Wasserstand fällt in Hitzeperioden um 20–40 cm pro Tag
  • Ausfall ausgerechnet in der Trockenperiode
  • Nachspeisung läuft, Trinkwasserzähler dreht

DIE WAHRSCHEINLICHSTEN URSACHEN

Woran es meistens liegt

Zisterne zu klein für die Fläche

Faustregel: Pro 100 Quadratmeter bewässerter Fläche 2.000 bis 3.000 Liter Speicher, damit eine zweiwöchige Trockenphase überbrückt wird. Die üblichen 3.000 bis 5.000 Liter reichen für Beete und Kübel, nicht für einen Rasen mit Getrieberegnern.

Dachfläche liefert zu wenig

Ein Dach mit 100 Quadratmetern liefert in Neuss rund 60 Kubikmeter im Jahr – aber im Juli und August fast nichts. Wer die Zisterne im Sommer ausschließlich aus Regen füllen will, braucht die zwei- bis dreifache Dachfläche oder einen sehr genügsamen Garten.

Verbrauch höher als geplant

Sprühregner statt MP Rotatoren, tägliche statt zwei- bis dreimalige Bewässerung, ein Leck oder ein Ventil, das nicht schließt: Jeder dieser Punkte verdoppelt den Verbrauch. Oft ist die Zisterne nicht zu klein, sondern die Anlage zu durstig.

Nachspeisung fehlt oder ist falsch eingestellt

Ohne Trinkwasser-Nachspeisung bleibt die Anlage bei leerer Zisterne stehen. Eine Nachspeisung mit freiem Auslauf (DIN EN 1717, Typ AA/AB) hält einen Mindestpegel; ist sie zu hoch eingestellt, läuft die Anlage praktisch nur mit Trinkwasser.

SCHRITT FÜR SCHRITT

Das können Sie selbst prüfen

1

Verbrauch je Lauf berechnen

Regner zählen, Düsenverbrauch aus der Herstellertabelle addieren, mit der Laufzeit multiplizieren: 8 Getrieberegner × 0,7 m³/h × 0,5 h = 2,8 Kubikmeter je Lauf. Dreimal pro Woche sind das 8,4 Kubikmeter – mehr als die meisten Zisternen fassen.

2

Verbrauch senken

Auf MP Rotatoren umrüsten (rund 60 Prozent weniger Wasser bei gleicher Fläche), Beete auf Tropfrohr, seltener und dafür länger bewässern, Wettersensor oder Hydrawise gegen Bewässerung nach Regen. Das bringt mehr als jede größere Zisterne.

3

Trockenlaufschutz und Pegel prüfen

Trockenlaufschutz der Pumpe kontrollieren (siehe Pumpe startet nicht), Schwimmerschalter oder Pegelsonde der Nachspeisung auf die richtige Höhe setzen: Sie sollte erst greifen, wenn die Zisterne fast leer ist, nicht bei halbem Stand.

4

Nachspeisung nachrüsten oder Zonen aufteilen

Ohne Nachspeisung: Rasen an Trinkwasser, Beete und Hecken an Zisternenwasser – zwei Wasserquellen, zwei Ventilgruppen. Die Nachspeisung selbst gehört an die Trinkwasserinstallation und damit zum Sanitärfachbetrieb; wir planen die Aufteilung der Anlage.

PASSENDE ERSATZTEILE

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SERVICE

Wann Sie uns rufen sollten

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Zisterne zur Anlage passt – wir rechnen Verbrauch, Dachfläche und Speicher gegeneinander und sagen Ihnen, ob eine Umrüstung auf sparsame Regner, eine Zonenaufteilung nach Wasserquelle oder ein größerer Speicher sinnvoll ist. Pumpe, Filter und Steuerung stimmen wir aufeinander ab; die Trinkwasser-Nachspeisung und der Anschluss am Hausnetz laufen über den Sanitärfachbetrieb nach DIN EN 1717.

Reparaturtermin anfragen →Mehr zu Wartung & Reparatur →

Häufige Fragen

Für Beete, Hecken und Kübel reichen 3.000 bis 5.000 Liter. Für einen Rasen von 300 Quadratmetern, der eine zweiwöchige Trockenphase überstehen soll, braucht es 10.000 Liter und mehr – oder eine Nachspeisung. Ein Blick auf Ihre Verbrauchsrechnung (siehe Schritt 1) ist ehrlicher als jede Faustregel.

Nur über eine Nachspeisung mit freiem Auslauf – niemals direkt. Ein Rückflussverhinderer allein reicht nicht; die DIN EN 1717 verlangt für Regenwasser die Trennung durch einen Luftspalt. Das ist Sache des Sanitärfachbetriebs und wird vom Versorger kontrolliert.

Bei 5 € pro Kubikmeter Trinkwasser spart eine 6.000-Liter-Zisterne, die im Sommer dreimal leer wird, rund 90 € – plus Abwassergebühr, wenn ein Gartenwasserzähler fehlt. Rechnen lohnt sich, wenn Zisterne und Dach ohnehin da sind; neu gebaut nur für die Bewässerung amortisiert sie sich selten unter 15 Jahren.

SERVICE ANFRAGEN

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Beschreiben Sie kurz das Problem, Anlage und Ort – wir melden uns mit Termin und Angebot. Ein Foto per WhatsApp beschleunigt die Einordnung.

Kontakt & Anfahrt

aqua.naturale Beregnung
Jürgen Hackländer
Hammer Landstraße 113, 41460 Neuss
15 Min. von Düsseldorf, 30 Min. von Köln

Mo–Fr 8:00 – 15:30 Uhr

Telefon: 02131 368 5265
WhatsApp: 0155 63391100
E-Mail: info@aqua-naturale.de