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LANDWIRTSCHAFT · GEMÜSEBAU

Tropfbewässerung im Gemüsebau

Salat, Kohl, Möhren und Zwiebeln im Freiland, Tomaten, Gurken und Paprika unter Glas: Tropfbewässerung mit Fertigation versorgt jede Kultur nach ihrem Bedarf – trockenes Blatt, gleichmäßige Qualität, Dünger dort, wo die Wurzel ist.

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AUF EINEN BLICK

Das Wichtigste auf einen Blick

Kulturen

Freilandgemüse in Reihen und auf Dämmen, Spargel, Gemüse in Folientunnel und Gewächshaus, Bio-Betriebe.

System

Dünnwandiger Tropfschlauch je Reihe für eine Saison im Freiland, druckkompensierte Tropfer im Gewächshaus.

Fertigation

Düngung über die Anlage, im Gewächshaus mit EC- und pH-Regelung – laut Netafim mit bis zu 40 % weniger Düngereinsatz.

Planung vor Ort

Zonen nach Kultur und Pumpenleistung, Filter nach Wasseranalyse, konkretes Angebot nach Flächenaufnahme vor Ort.

FÜR WEN SICH DAS LOHNT

Für wen sich Tropfbewässerung im Gemüsebau lohnt

Freilandbetriebe mit Reihenkulturen

Salat, Kohl, Möhren und Zwiebeln in Reihen oder auf Dämmen: ein Tropfschlauch je Reihe, beim Pflanzen oder Säen mit ausgelegt, nach der Ernte geborgen und recycelt. Kreisregner nur zum Auflaufen der Saat.

Gewächshaus- und Tunnelbetriebe

Tomaten, Gurken, Paprika im Substrat oder Boden brauchen kurze, häufige Gaben und eine Düngung, die der Wachstumsphase folgt. Hier gehören EC- und pH-Steuerung und Sensoren zur Anlage.

Bio-Betriebe

Tropfbewässerung hält das Blattwerk weitgehend trocken und kann damit bestimmte Infektionsrisiken verringern. Bei organischen Flüssigdüngern müssen Eignung für die Dosieranlage, Löslichkeit, Filtration und Spülung geprüft werden. Ein Filter allein macht nicht jeden Dünger für Tropfer geeignet.

KULTUREN IM VERGLEICH

Was welche Kultur braucht

Richtwerte aus unserer Planungspraxis; die genauen Abstände legen wir nach Boden, Pflanzabstand und Anbausystem fest.

Kultur

System

Worauf es ankommt

Salat

Ein Tropfschlauch je Reihe oder je zwei Reihen, enger Tropferabstand

Gleichmäßige Feuchte für gleichmäßige Köpfe; trockenes Blatt gegen Fäule

Kohlarten

Tropfschlauch je Reihe, weiterer Tropferabstand

Hoher Wasserbedarf in der Kopfbildung, Fertigation mit Stickstoff phasengenau

Möhren, Zwiebeln

Tropfschlauch je Damm oder Beet, oft flach eingezogen

Gleichmäßige Feuchte gegen Platzen und Doppelwuchs; zum Ende abtrocknen

Spargel

Tropfleitung im Damm, mehrjährig

Wasser nach der Ernte für den Laubaufbau, Fertigation für die Wurzelreserven

Tomaten, Gurken, Paprika (Gewächshaus)

Einzeltropfer oder Tropfstäbe je Pflanze, Substrat oder Boden

Kurze, häufige Gaben; EC- und pH-Regelung; Sensoren für Substratfeuchte

Bio-Gemüse

Wie Freiland, mit Feinfilter vor organischem Flüssigdünger

Trockenes Blatt kann bestimmte Infektionsrisiken verringern; Kulturhygiene und Pflanzenschutz bleiben gesonderte Aufgaben

FREILAND

Tropfschlauch je Reihe, Kreisregner nur zum Auflaufen

Im Freiland wird der dünnwandige Tropfschlauch beim Pflanzen oder Säen mit ausgelegt – ein Schlauch je Reihe, bei engen Kulturen je zwei Reihen, auf Dämmen in der Krone. Die Verteilleitung am Feldrand versorgt die Schläuche zonenweise; so läuft nie mehr Wasser, als Pumpe und Quelle liefern.

Zum Auflaufen der Saat reicht die Tropfleitung oft nicht, weil die oberste Bodenschicht trocken bleibt. Dafür bleiben Kreisregner oder Mikrosprinkler auf Stativen im Programm – kurz, bis der Bestand steht. Danach übernimmt der Tropfschlauch, und das Blatt bleibt trocken. Nach der Ernte wird der Schlauch geborgen und recycelt.

Salatpflanzen im Freiland mit Tropfbewässerung
Salat im Freiland mit Tropfschlauch in der Reihe: gleichmäßige Köpfe, trockenes Blatt.

GEWÄCHSHAUS UND TUNNEL

Kurze Gaben, geregelte Nährlösung

Paprika im Substratsack unter Glas, Tropfer je Pflanze mit Mikroschlauch
Paprika im Substratsack unter Glas: ein Tropfer je Pflanze, Nährlösung je Zone geregelt – zur Düngerdosierung.

Unter Glas und Folie ist die Bewässerung Teil der Kulturführung. Tomaten, Gurken und Paprika im Substrat bekommen viele kurze Gaben am Tag, gesteuert nach Substratfeuchte oder Einstrahlung; die Nährlösung wird mit EC- und pH-Regelung je Zone gemischt und der Wachstumsphase angepasst – mehr Stickstoff im Aufbau, mehr Kalium zur Fruchtreife.

Die Technik dafür: passende Tropfer je Pflanze, eine ausgelegte Dosieranlage und geeignete Sensoren. Druckkompensierende Tropfer gleichen Druckunterschiede innerhalb ihres Arbeitsbereichs aus. GrowSphere ist Netafims Steuerungsplattform; die eigentliche Dosierung übernimmt eine passende Dosiereinheit. Ausstattung und Regelung richten sich nach Kultur und Anbausystem.

AUS UNSEREM ONLINESHOP

Bausteine aus unserem Lager

Tropfschlauch für eine Saison im Freiland, druckkompensierte Tropfleitung für Dauerkulturen und Gewächshaus, Dosierer für die Düngung. Filter und Steuerung kalkulieren wir im Angebot.

Preise inkl. MwSt. Für Projektmengen erstellen wir ein Angebot mit Staffelpreisen.

KOSTEN UND EHRLICHE EINORDNUNG

Was eine Tropfbewässerung im Gemüsebau kostet

Die Kosten hängen von Kultur, Anbausystem, Reihenabstand, Wasserquelle und dem Umfang der Fertigation ab – eine Freilandanlage mit Saisonschlauch ist etwas anderes als ein Gewächshaus mit Düngezentrale. Nach einer Flächenaufnahme erhalten Sie ein konkretes, unverbindliches Angebot; Preise pro Hektar oder Quadratmeter wären ohne diese Angaben nicht seriös.

Für kleine Freilandflächen mit robusten Kulturen und sicherem Niederschlag kann die Beregnung die einfachere Lösung bleiben. Die aufwendige Fertigation mit EC- und pH-Regelung lohnt sich vor allem unter Glas und bei hochpreisigen Kulturen – wir sagen Ihnen, wo Ihr Betrieb steht.

FAQ

Häufige Fragen zur Bewässerung im Gemüsebau

Ja, gerade für Salat: Trockenes Blatt bedeutet weniger Fäule, gleichmäßige Feuchte bedeutet gleichmäßige Köpfe. Der Tropfschlauch liegt je Reihe oder je zwei Reihen; zum Auflaufen der Jungpflanzen hilft anfangs kurz der Kreisregner.

Im Freiland mit jeder Kultur: Der dünnwandige Schlauch wird beim Pflanzen mit ausgelegt und nach der Ernte geborgen. Im Gewächshaus und bei Spargel bleibt die dickwandige Tropfleitung mehrere Jahre liegen.

Tropfbewässerung kann auch im ökologischen Anbau eingesetzt werden. Trockenes Blatt ersetzt jedoch keine Kulturhygiene oder krankheitsspezifischen Maßnahmen. Organische Flüssigdünger müssen für Dosiergerät und Tropfsystem geeignet sein; Filtration und Reinigungsverfahren sind darauf abzustimmen.

Im Gewächshaus praktisch immer, im Freiland je nach Kultur: Kohl und Fruchtgemüse profitieren von phasengenauer Stickstoff- und Kaliumgabe, robuste Kulturen kommen mit Grunddüngung aus. Wir planen die Dosiertechnik nach Kultur und Zahl der Zonen.

Mit dem richtigen Filter vor der Anlage – Scheiben- oder Sandfilter nach Wasseranalyse, bei Brunnenwasser rückspülend – und mit Spülen der Leitungen am Ende jeder Kultur. Bei organischem Dünger zusätzlich Feinfilter hinter der Dosierung.

Ja, über getrennte Zonen: Jede Kultur bekommt ihr eigenes Ventil, ihre eigene Taktung und bei Bedarf ihre eigene Düngerezeptur. Pumpe, Filter und Steuergerät teilen sich alle Zonen.

IHR PROJEKT

Welche Kulturen bauen Sie an?

Schicken Sie uns Kulturen, Fläche, Anbausystem und Wasserquelle. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung zu Schlauch, Zonen, Filter und Düngung – für Freiland, Tunnel oder Gewächshaus.

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