LANDWIRTSCHAFT
Tropfbewässerung für die Landwirtschaft
Kartoffeln, Feldgemüse, Reben: Wir planen Tropfbewässerung für den Acker – mit Netafim-Tropfschlauch, Filterstation, Pumpenauslegung und Düngung über die Anlage. Für Betriebe, die Wasser gezielt einsetzen wollen statt flächig zu beregnen.
AUF EINEN BLICK
Das Wichtigste auf einen Blick
Wasser in die Reihe
Tropfbewässerung legt das Wasser an die Pflanze statt auf die Fläche: Fahrgassen und Blatt bleiben trocken, der Pilzdruck sinkt.
Bis zu 50 % weniger Wasser
Laut Netafim-Herstellerangaben gegenüber der Beregnung; die Pumpe läuft mit 1 bis 2 bar statt mit dem Druck einer Regnerkanone.
Filter ist Pflicht
Tropfer haben Querschnitte unter einem Millimeter. Scheiben- oder Sandfilter nach Wasseranalyse, bei großen Mengen rückspülend.
Wo Beregnung bleibt
Bei Kulturen mit geringem Wasserbedarf, sicherem Niederschlag oder wenn Verlegen und Bergen nicht in den Betriebsablauf passen.
DREI KULTURGRUPPEN
Wasser in die Reihe statt auf die Fläche
Beregnung bringt Wasser von oben auf alles – Fahrgassen, Blätter, den Boden zwischen den Reihen. Tropfbewässerung legt es an die Pflanze, in kleinen Mengen und dafür häufig. Wie das je Kultur aussieht, zeigen die drei Bereichsseiten.
WAS SICH IM BETRIEB ÄNDERT
Drei Effekte, die Landwirte nach der ersten Saison nennen
Weniger Wasser, weniger Energie
Nichts verdunstet auf dem Weg, nichts weht ab, nichts läuft in die Fahrgasse. Laut Netafim-Herstellerangaben sind gegenüber der Beregnung bis zu 50 % Wassereinsparung möglich – und die Pumpe läuft mit 1 bis 2 bar statt mit dem Druck einer Regnerkanone.
Trockenes Blatt, weniger Pilzdruck
Krautfäule bei Kartoffeln, Falscher Mehltau an Gemüse und Reben brauchen nasses Laub. Tropfbewässerung hält es trocken; der Fungizideinsatz sinkt, die Spritzfenster werden entspannter. Wie stark der Effekt ist, hängt vom Jahr und vom Regen ab.
Dünger mit dem Wasser
Fertigation bringt den Dünger in kleinen Gaben an die Wurzel statt in großen auf die Fläche. Laut Netafim sind bis zu 40 % weniger Düngereinsatz möglich; die Düngeverordnung ist leichter einzuhalten, weil nichts ausgewaschen wird und jede Gabe dokumentiert ist.
SYSTEME IM VERGLEICH
Klassische Beregnung oder Tropfbewässerung?
Die Tabelle stellt die beiden Verfahren nebeneinander – ohne Wunderzahlen, dafür mit dem, was auf dem Feld den Unterschied macht.
Aspekt | Beregnung (Schlauchwagen, Kreisregner) | Tropfbewässerung |
Wasserverteilung | Ganze Fläche, auch Fahrgassen und Blatt | Nur die Reihe, direkt an der Wurzel |
Wind | Starke Abdrift, ungleichmäßige Verteilung | Kein Einfluss |
Blatt | Nass – Pilz- und Krautfäuledruck steigt | Trocken |
Betriebsdruck | Hoch, energieintensiv | 1 bis 2 bar am Tropfer, frequenzgeregelte Pumpe |
Düngung über die Anlage | Kaum sinnvoll | Standard (Fertigation) |
Aufwand | Umsetzen des Schlauchwagens | Verlegen mit der Maschine, Bergen nach der Ernte |
Filter | Grobfilter reicht | Feinfilter zwingend, bei Brunnenwasser rückspülend |
Lebensdauer | Regner 15–20 Jahre | Dünnwandiger Schlauch 1–3 Saisons, Tropfleitung 10+ Jahre |
Wo Beregnung die bessere Wahl bleibt: bei Kulturen mit geringem Wasserbedarf, auf Flächen mit sicherem Niederschlag und in Betrieben, die Verlegen und Bergen nicht in den Ablauf bekommen.
FILTER, PUMPE, DÜNGUNG
Was vor dem Tropfschlauch steht
Tropfer haben Querschnitte unter einem Millimeter. Deshalb beginnt jede Anlage mit dem Filter – Scheiben- oder Sandfilter, bei großen Durchflüssen automatisch rückspülende Stationen von Netafim oder Azud, ausgelegt nach Wasseranalyse. Die Pumpe wird auf Durchfluss und Druck der größten Zone gerechnet, nicht der ganzen Fläche, denn die Zonen laufen nacheinander; frequenzgeregelt spart sie Strom und schont die Leitungen.
Die Düngung läuft über einen wasserbetriebenen Dosierer wie Netafim MixRite oder – bei mehreren Zonen mit unterschiedlichen Rezepturen – über eine Düngezentrale wie Netafim GrowSphere mit EC- und pH-Regelung und App-Steuerung. Den Brunnen selbst baut der Brunnenbauer; wir planen ab Brunnenkopf.



AUS UNSEREM SHOP
Bausteine aus unserem Lager
Tropfschlauch für eine Saison, Scheibenfilter für den Brunnenanschluss, Dosierer für die Düngung. Projektmengen, Pumpen und Verteilung kalkulieren wir im Angebot.
Preise inkl. MwSt. Für Projektmengen erstellen wir ein Angebot mit Staffelpreisen.
AUS DER PRAXIS
Zwei Anlagen, die wir geplant und beliefert haben
Himbeeren unter Solarpanels am Tagebau Garzweiler
Agri-Photovoltaik von RWE Renewables: mehrere tausend Container, zwei Tropfer je Pflanze, Ventile im Umlauf für eine Pumpe mit 5 m³/h. Planung und Material von uns, seit 2024 mehrfach erweitert.
Projekt ansehen →Anbaubetrieb bei Venlo
Containerstauden mit Juniortropfern und Winkelpfeiltropfern, Heidelbeeren im Substrat mit Tropfstäben, Rebzeilen und Versuchsflächen – ein Produktionsbetrieb an der deutsch-niederländischen Grenze, 2025.
Projekt ansehen →VERBÄNDE UND MITGLIEDSCHAFTEN
Partner und Mitglied in vier Fachverbänden
Wir arbeiten seit Jahren in den Verbänden der grünen Branche mit – im Netzwerk Agrobusiness Niederrhein mit Landwirtschaft und Gartenbau am Niederrhein, als Partner des GaLaBau-Verbandes NRW und als Mitglied in Gebäudegrün und Regelwerksarbeit.
KOSTEN UND EHRLICHE EINORDNUNG
Was eine Anlage kostet – und wann sie sich nicht lohnt
Die Kosten je Hektar hängen von Kultur, Schlauchtyp, Reihenabstand, Wasserquelle und Automatisierung ab – und davon, ob der Schlauch eine Saison hält oder zehn Jahre. Pauschalpreise pro Hektar wären ohne Flächenaufnahme nicht seriös. Wir rechnen nach Schlauchlänge, Ventilen, Verteilung, Filter, Pumpe und Steuerung und nennen den Preis nach der kostenlosen Erstberatung.
Nicht jeder Betrieb sollte umstellen. Bei sicherem Niederschlag, Kulturen mit geringem Wasserbedarf oder wenn Verlegen und Bergen nicht in den Arbeitsablauf passen, bleibt die Beregnung die einfachere Lösung. Und wer ohne Filter fährt, hat nach einer Saison verstopfte Tropfer. Wir sagen Ihnen vor der Planung, in welche Gruppe Ihr Betrieb fällt.
FAQ
Häufige Fragen zur Tropfbewässerung in der Landwirtschaft
IHR PROJEKT
Planen Sie eine Fläche mit Tropfbewässerung?
Schicken Sie uns Kultur, Fläche, Reihenabstand und Wasserquelle. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung zu Schlauchtyp, Zonen, Filter und Pumpe – und sagen ehrlich, ob sich die Umstellung für Ihren Betrieb rechnet.






