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STÖRUNGSHILFE · WARTUNG & REPARATUR

Tropfbewässerung: am Ende kommt kein Wasser an

Bei der Tropfbewässerung sieht man den Fehler nicht – bis die Hecke am Ende der Reihe braun wird. Die Zone lief die ganze Zeit, nur nicht dort. Drei Ursachen decken fast alle Fälle ab, und alle drei sind ohne Bagger zu finden.

Selbst prüfen →Service anfragen →

SYMPTOM

Woran Sie es erkennen

Die ersten Meter der Tropfleitung sind feucht, das Ende bleibt staubtrocken; einzelne Pflanzen in der Reihe welken, während die Nachbarn gedeihen; am Leitungsende tritt beim Öffnen des Endstücks kein oder nur wenig Wasser aus. Manchmal ist es das Gegenteil: Eine Stelle ist nass wie ein Sumpf, weil die Leitung dort gerissen ist und der Rest leer bleibt. Bei Netafim Unitechline und Hunter Eco-Wrap mit Druckkompensation gibt jeder Tropfer 1,6 oder 2,3 Liter pro Stunde – wenn der Druck stimmt.

  • Leitungsende trocken, Anfang feucht
  • Einzelne Pflanzen welken in der Reihe
  • Sumpfstelle an einer Stelle, Rest trocken
  • Am geöffneten Endstück kommt kaum Wasser

DIE WAHRSCHEINLICHSTEN URSACHEN

Woran es meistens liegt

Filter zu oder gar keiner

Tropfer haben Öffnungen von unter einem Millimeter. Ohne Scheiben- oder Siebfilter mit 120 Mesh setzen Sand, Kalk und Algen die ersten Tropfer zu, und die hinteren bekommen nichts. Ein zugesetzter Filter kostet zusätzlich 1 bis 2 bar Druck.

Zu wenig Druck oder zu lange Reihe

Druckkompensierte Tropfrohre brauchen mindestens 1 bar am Ende; ein 16-mm-Rohr schafft je nach Tropferabstand 80 bis 120 Meter, dann ist der Druck weg. Wer zwei Reihen einfach hintereinander hängt, versorgt die zweite nicht mehr.

Leitung beschädigt oder abgeknickt

Spaten, Wühlmaus, Mulchgabel oder ein zu enger Bogen: Ein Leck lässt den Druck am Anfang entweichen, ein Knick sperrt den Rest der Reihe ab. Bei oberirdischer Verlegung reichen dafür auch Sonne und ein schwerer Blumenkübel.

Wurzeln oder Kalk in den Tropfern

Bei unterirdischer Verlegung wachsen Wurzeln in die Tropfer, bei hartem Wasser verkalken sie. Beides schließt einzelne Tropfer, nicht die ganze Reihe – die welkende Einzelpflanze in der gesunden Hecke ist das Bild dazu.

SCHRITT FÜR SCHRITT

Das können Sie selbst prüfen

1

Endstück öffnen und spülen

Zone starten, Endkappe oder Spülventil am Leitungsende öffnen: Kommt ein kräftiger Strahl, ist die Leitung frei, kommt Brühe mit Sand, spülen bis klar. Kommt nichts, liegt das Problem vor dem Ende – Filter, Druck oder Knick.

2

Filter reinigen oder nachrüsten

Filtergehäuse öffnen, Scheibenpaket ausspülen, bei Brunnen- oder Zisternenwasser die Scheiben einzeln. Fehlt ein Filter, ist er die erste Anschaffung – Scheibenfilter 120 Mesh gehören vor jede Tropfzone.

3

Druck am Ende messen

Manometer mit Stachelanschluss am Leitungsende: unter 1 bar arbeiten druckkompensierte Tropfer nicht mehr gleichmäßig. Dann Reihe teilen, Zuleitung vergrößern oder die Zone am Ventil mit Druckregler auf 2 bis 2,5 bar einstellen.

4

Leitung abgehen

Bei laufender Zone den Verlauf abgehen: Sumpfstelle bedeutet Leck (mit Steckverbinder 16 mm in fünf Minuten geflickt), trockener Abschnitt hinter einem Bogen bedeutet Knick – Bogenstück einsetzen statt Rohr biegen.

PASSENDE ERSATZTEILE

Ersatzteile aus unserem Lager

Die Teile, die bei diesem Fehlerbild am häufigsten gebraucht werden – online bestellen oder im Abhollager in Neuss mitnehmen. Preise inkl. MwSt.

SERVICE

Wann Sie uns rufen sollten

Wenn die Tropfleitung unterirdisch liegt und weder Leck noch Knick zu finden sind, wenn eine große Hecken- oder Beetanlage neu in Zonen aufgeteilt werden muss, oder wenn Wurzeleinwuchs oder Kalk die ganze Reihe betreffen und ein Tausch ansteht. Wir spülen, messen, teilen Zonen neu und tauschen Leitungen – mit Netafim- und Hunter-Material aus dem Lager in Neuss.

Reparaturtermin anfragen →Mehr zu Wartung & Reparatur →

Häufige Fragen

Zweimal im Jahr: bei der Frühjahrs-Inbetriebnahme und vor der Einwinterung. Bei Zisternen- oder Brunnenwasser zusätzlich nach jedem Filterwechsel. Ein Spülventil am Leitungsende macht das zu einer Sache von zwei Minuten.

Nein. Regner brauchen 2,5 bis 3 bar und laufen 10 bis 20 Minuten, Tropfrohr braucht 1 bis 2 bar und läuft 45 bis 90 Minuten. Gemischt bekommt eine Seite immer zu viel oder zu wenig. Jede Bauart braucht ihr eigenes Ventil.

Beim Ausblasen mit zu viel Druck werden Ablagerungen in die Tropfer gedrückt, oder Restwasser hat Kalk zurückgelassen. Tropfrohre nur mit 1 bis 1,5 bar ausblasen und im Frühjahr zuerst spülen, dann erst die Endkappen schließen.

SERVICE ANFRAGEN

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Beschreiben Sie kurz das Problem, Anlage und Ort – wir melden uns mit Termin und Angebot. Ein Foto per WhatsApp beschleunigt die Einordnung.

Kontakt & Anfahrt

aqua.naturale Beregnung
Jürgen Hackländer
Hammer Landstraße 113, 41460 Neuss
15 Min. von Düsseldorf, 30 Min. von Köln

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