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Warum die richtige Wasserfilterung für Bewässerungssysteme so wichtig ist

Filter passend zu Wasserqualität, Durchfluss und Bewässerungstechnik auswählen
12. Februar 2025 durch
Warum die richtige Wasserfilterung für Bewässerungssysteme so wichtig ist
aqua.naturale Beregnung, Jürgen Hackländer

Zuletzt aktualisiert am 18.09.2026


Filter halten Partikel zurück, die Regner, Ventile oder Tropfer beeinträchtigen können. Welche Bauart und Feinheit geeignet sind, hängt vom Wasser und von der Anlage ab. Denn der passende Filter entfernt neben Sand auch feinste Schwebestoffe, die andernfalls in das System gelangen würden.

RATGEBER-ÜBERSICHT

Dieser Artikel ist Teil unseres Ratgebers Automatische Bewässerung: Systeme, Technik und Planung im Überblick – dort finden Sie alle Beiträge zum Thema im Zusammenhang.

Welcher Filter wofür

Eine geeignete Filterung schützt die nachgeschaltete Anlage; der genaue Einbauort richtet sich nach dem Aufbau und den Herstellervorgaben. Sieb- und Scheibenfilter werden nach Wasserqualität, Filterfeinheit, Durchfluss und Schmutzaufnahme ausgewählt. Hydrozyklone scheiden geeignete schwere Partikel wie Sand ab. Medienfilter kommen unter anderem bei organischen Belastungen infrage. Die Grenze gewöhnlicher Partikelfilter: Gelöste Härtebildner sowie gelöstes Eisen und Mangan werden durch gewöhnliche Sieb- oder Scheibenfilter nicht entfernt – dafür braucht es eine Wasseraufbereitung.

Kurz gesagt: Filterfeinheit und Durchflussbereich müssen zur Anlage passen. Größer ist nicht automatisch besser; insbesondere Hydrozyklone benötigen den vorgesehenen Betriebsdurchfluss.

Was können Filter bei Bewässerungssystemen bewirken?

Eine Bewässerungsanlage soll Wasser zuverlässig und gleichmäßig verteilen. Filter tragen dazu bei, dass Düsen und Tropfer ihre vorgesehene Leistung behalten. Schmutz kann mit dem Wasser sowie bei Montage und Reparaturen in die Anlage gelangen. Hinzu kommen mögliche Ablagerungen, Biofilm und bei ungeeigneten Tropfleitungen ein Schmutzeintrag durch Unterdruck.

Einzelne Schutzfunktionen ersetzen keine geeignete Filterung und Wartung.

Auch wenn Versenkregner und Tropfleitungen in der Erde oder erdnah verbaut sind, sind diese über Membranen oder Dichtungen aus Gummi je nach Bauart gegen bestimmte äußere Einflüsse geschützt; einen vollständigen Schutz gegen Verstopfung bieten sie nicht. Durch einen vorgeschalteten Filter wird das Wasser in der Zuleitung zentral gereinigt und so einerseits die Bewässerungsanlage und ihre Komponenten geschützt, und andererseits das Risiko von Verstopfungen verringert.

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Unsere Hersteller für Filtertechnik

Warum die richtige Wasserfilterung für Bewässerungssysteme so wichtig ist

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Durch Filterung richtig sauberes Bewässerungswasser


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Wofür sind Filter in Bewässerungssystemen nicht geeignet?

Gelöstes Eisen, gelöstes Mangan und Härtebildner lassen sich durch gewöhnliche Sieb- und Scheibenfilter in Bewässerungsanlagen nicht beseitigen. Gelöste Stoffe passieren diese Filter. Bereits ausgefällte Partikel können dagegen mit einer dafür geeigneten Aufbereitung und Filtration behandelt werden.

Bei Eisen und Mangan können Oxidation und Ausfällung Ablagerungen verursachen. Das ist eine chemische Veränderung und kein bloßer Wechsel des Aggregatzustands. Beim heimischen Wasserhahn kann man diesen Umstand direkt am Auslauf regelmäßig entdecken. Eine Enthärtung ist ein anderes Verfahren als die übliche Partikelfiltration. Ob sie für eine Bewässerungsanlage geeignet und wirtschaftlich ist, muss anhand der Wasseranalyse und des Durchflusses geprüft werden. Und natürlich gibt es Möglichkeiten, auch Eisen „herauszufiltern“. Die Eignung und Wirtschaftlichkeit solcher Systeme müssen für die jeweiligen Bewässerungsanlagen geprüft werden. Bei auffälligem Eisen- oder Mangangehalt sollte die Wasseranalyse vor der Auslegung erfolgen. Eine geeignete Aufbereitung kann beispielsweise Oxidation mit nachgeschalteter Medienfiltration verbinden. Nur abzuwarten, bis Tropfer verstopfen, ist keine verlässliche Vorgehensweise.

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Warum sind Filter für Bewässerungsanlagen sinnvoll?

Im Filter sammeln sich die Partikel, die er aufgrund seiner Bauart und Feinheit zurückhält. Die zurückgehaltenen Partikel werden je nach Bauart durch Rückspülung oder eine Reinigung des Filterelements entfernt. Das ist einfacher, als jede Leitung und jeden Regner einzeln zu reinigen – soweit das überhaupt möglich ist. Insofern bildet eine Filterung einen zentralen Bestandteil eines Bewässerungssystems. Viele Bewässerungen werden über Brunnen betrieben. Brunnenwasser verursacht unter anderem Kosten für Bau, Pumpe, Energie und Wartung. Verfügbare Menge und Qualität müssen am Standort geprüft werden. Vorteil ist hierbei zusätzlich, dass kein Trinkwasseranschluss benötigt wird und häufig mehr Wasser zur Verfügung steht. Aber Grundwasser bringt häufig auch Fremdpartikel mit sich, die gesammelt werden müssen.

Gerade bei „jungen“ Brunnen gibt es das Phänomen von Flugsand. Dabei handelt es sich um Feinstteilchen, die durch das Brunnenbohren aufgewirbelt werden. Ein ebenso häufiger Grund ist die falsche Positionierung der Pumpe im Brunnenrohr oder nicht ausreichende Spülung des Brunnenbauers nach der Bohrung. Um diese feinen Bestandteile zu beseitigen, bieten sich zum Beispiel Scheibenfilter an.

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Was sind Scheibenfilter?

Bei Scheibenfiltern handelt es sich um einen Körper, meistens aus Kunststoff, in dem auf einer Zentrierstange, dem sogenannten Spine, eine Anzahl von Ringen aufgereiht ist. Diese Ringe sind je nach Filtermodell von den Maßen immer gleich und unterscheiden sich im Kern durch ihre Feinheit. Die Einstufung der Feinheit erfolgt mit den Einheiten Mesh oder Micron. Bei Mesh bedeutet eine höhere Zahl eine feinere Filterung. Bei Mikrometern (µm) ist es umgekehrt: Eine kleinere Zahl steht für eine feinere Filterung. Praktisch wird der Grad der Filterung dadurch erzielt, dass die Filterringe eine unterschiedlich aufgeraute Struktur haben. Durch diese wird die Oberfläche des Filters vergrößert und das Volumen gesteigert, ohne dafür mehr Raum aufwenden zu müssen.

In der Praxis haben sich Filter im Bereich von 120 Mesh bewährt. Hier stimmt das Verhältnis zwischen Filterleistung und Reinigung meistens ganz gut. Es ist ebenso möglich, Filter in Reihe zu installieren und zum Beispiel einen Filter mit 40 Mesh vorzuschalten. Diese Vorgehensweise verlängert die Standzeit der Anlage teilweise erheblich. Wo mehr Wasser gebraucht wird, können spezielle Filteranlagen verwendet werden. Diese haben dann mehrere Körper und Spines. Zusätzlich kann hier sogar eine automatische Reinigung per Rückspülung über ein eigenes Steuergerät programmiert werden. Diese Systeme sind allerdings etwas für landwirtschaftliche Bewässerung mit sehr hohem Wasserbedarf und großen Durchflussmengen. Für Hausgärten gibt es Scheibenfilter in kompakter Bauform und zu erschwinglichen Preisen.

Scheibenfilter mit 120 Mesh in den Anschlussgrößen 3/4" bis 2", darunter Arkal-Modelle in kurzer und langer Ausführung, finden Sie unter Scheibenfilter. Die lange Ausführung schafft mehr Durchfluss.

Siebfilter kombi  1 – Warum die richtige Wasserfilterung für Bewässerungssysteme s

Siebfilter im Vergleich zu Scheibenfiltern

Die wohl am häufigsten verwendete Form sind Siebfilter. Hier ist ein Netzgewebe oder Kunststoffgitter zu einem Trichter geformt, wodurch das Wasser geführt wird. Welche Partikel ein Siebfilter zurückhält, hängt von seiner Maschenweite und Ausführung ab. Es gibt sowohl grobe als auch feine Siebe. Filterfläche und Schmutzaufnahme müssen für die jeweiligen Modelle verglichen werden; aus der Bauart allein ergibt sich keine allgemeine Rangfolge.

Ein passend ausgewählter Siebfilter ist eine geeignete Lösung für viele Bewässerungsanlagen. Bei organischer Belastung können andere Filterarten Vorteile bieten. Und in Kombination mit einem nachgeschalteten Scheibenfilter könnte man auf einfache Weise eine effektive Filteranlage bauen. Somit haben auch Filter mit eingebauten Sieben eine Berechtigung und werden passend zu Wasserqualität und Herstelleranforderungen eingesetzt.

Hydrocyclone filter 1 plastic – Warum die richtige Wasserfilterung für Bewässerungssysteme s

Sandfilter oder auch Hydrozyklonfilter

Ein Hydrozyklon erzeugt eine Wirbelströmung, um schwere Partikel vom Wasser zu trennen. Diese werden in unterschiedlichen Größen angeboten und sind somit vom Hausgarten bis zur Agrarfläche einsetzbar. Hydrozyklonfilter werden hauptsächlich für die Beseitigung von Sand verwendet.

Dabei wird Wasser von oben in den Filter gespült und durch die Bauform eine Zentrifugen-ähnliche Wasserbewegung erzeugt. Der auffällige Trichter mündet in einem Tank am Fuß des Filters, wo der Sand und weitere Teilchen gesammelt werden. Der Sand ist schwerer als Wasser und so erfolgt eine effektive Reinigung. Das gereinigte Wasser wird dann ebenfalls am Filterkopf wieder aus dem Filter befördert. Ein großer Vorteil ist die leichte Reinigung dieser Sandfilter. Die Tanks haben Ablassmöglichkeiten und so kann auf einfache Weise der Filter vom aufgefangenen Sediment befreit werden. Diese lang erprobte Filterart bildet so eine gute Form der Filterung, speziell von Sand. In Kombination mit anderen Filtertypen erreicht man eine nahezu optimale Leistung, ganz besonders auch bei neu gebauten Brunnenanlagen.

Hydrozyklonfilter mit Sammeltank in drei Größen und einen Sandseparator in 2" finden Sie unter Sandfilter und Hydrozyklon. Bei Tropfbewässerung gehört dahinter zusätzlich ein Scheibenfilter.

Large Metal gravel filters – Warum die richtige Wasserfilterung für Bewässerungssysteme s

Kiesfilter

Wo wirklich viel Wasser gebraucht wird und ein hoher Durchfluss mit guter Reinigungsleistung erreicht werden soll, sind Kiesfilter die Lösung. Besonders in der Landwirtschaft wird diese einfache Form von Filteranlagen sehr häufig eingesetzt. Dabei besteht der Filter nur aus einem Behälter, der mit speziellem Filterkies befüllt wird. Dieser Kies vergrößert die Oberfläche um ein Vielfaches und sorgt so für eine optimale Reinigungsleistung. Die aufgefangenen Fremdpartikel und Schwebestoffe können durch manuelle oder automatische Rückspülung entfernt werden und der Filter so für eine lange Standzeit gesichert werden. Mehrere Behälter können parallel zu einer Filterbatterie zusammengeschaltet werden. Die Aufstellung nebeneinander bedeutet keine hydraulische Reihenschaltung. Durch die Vervielfachung der Filterfläche können Wassermengen von mehreren hundert Kubikmetern täglich effektiv gesäubert werden.

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Allgemeines zu Filtern

Häufige Fragen

Ja. Selbst Leitungswasser führt Partikel mit, die Düsen und Tropfer zusetzen. Bei Tropfbewässerung ist der Filter zwingend, weil die Öffnungen nur Zehntelmillimeter groß sind. Sein Einbauort richtet sich nach dem Anlagenaufbau; auch Filter-Regler-Kombinationen hinter einem Zonenventil sind möglich.

Das gibt der Hersteller der Tropfleitung vor. Für Tropfbewässerung ist eine feine Filtration nötig, auch für Versenkregner gelten die Vorgaben des konkreten Modells. Die Filterfeinheit wird zusammen mit Durchfluss, Druckverlust und Wasserqualität ausgewählt.

Nach der Inbetriebnahme im Frühjahr einmal zeitnah, danach je nach Wasserqualität. Maßgeblich sind Herstellervorgaben, Verschmutzung und Druckdifferenz; eine Kontrolle pro Saison reicht nicht pauschal aus. Vor dem Öffnen wird der Filter abgesperrt und drucklos gemacht. Scheibenfilter lassen sich zum Reinigen komplett zerlegen.

Nein. Filter halten Feststoffe zurück, keine gelösten Stoffe. Gelöste Stoffe können später ausfallen und Ablagerungen bilden. Die erforderliche Wasseraufbereitung richtet sich nach einer Analyse. Spülen entfernt lose Partikel, beseitigt aber nicht automatisch feste Verkrustungen.

Die Installation eines Filters oder auch mehrerer Filter in Kombination ist für Bewässerungssysteme immer sinnvoll. Gerade bei Brunnenanlagen ist eine gute Filterung eigentlich Pflicht. Die Befreiung des Wassers von Fremdstoffen verlängert die Haltbarkeit aller Komponenten und sichert die dauerhafte Zuverlässigkeit. Bei der Auswahl des Filters sollte nicht zuerst der Preis, sondern die Ausführung und Qualität im Vordergrund stehen. Hier beraten Sie die Experten von aqua.naturale Beregnung gerne.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Systemleistung. Der Einsatz von Filtern kann sich negativ auf den Durchfluss auswirken. Es ist daher notwendig, den oder die Filter schon in der Planung zu berücksichtigen. Bei bestehenden Anlagen sollte eine Druck- und Durchflussprüfung erfolgen. Insbesondere beim Einsatz mehrerer Filter hintereinander können hier nennenswerte Unterschiede in den Parametern auftreten.

Viele Filter können zusätzlich mit Manometern ausgestattet werden. Damit lässt sich der Anlagendruck vor und nach dem Filter ablesen. Eine gegenüber dem sauberen Filter erhöhte Druckdifferenz kann auf Verschmutzung hinweisen. Reinigen Sie spätestens bei der vom Hersteller genannten Grenze; vergleichen Sie Messungen beim gleichen Durchfluss.

Wählen Sie den Filter anhand des vorgesehenen Durchflussbereichs, der Filterfeinheit und des zulässigen Druckverlusts. Eine größere Filterfläche kann die Schmutzaufnahme erhöhen. Bei Hydrozyklonen und automatisch rückspülenden Anlagen sind zusätzlich Mindestdurchfluss und Rückspülbedingungen entscheidend.

Welcher Filter gehört vor Ihre Anlage?

Das hängt vom Wasser ab: Brunnen- und Zisternenwasser bringen deutlich mehr Schwebstoffe mit als Leitungswasser, und vor Tropfrohre gehört immer ein Filter. Nennen Sie uns Wasserquelle und Durchfluss, dann empfehlen wir Bauart und Größe. Scheiben- und Sandfilter finden Sie im Onlineshop, persönlich beraten wir Sie in der kostenlosen Erstberatung.

Jürgen Hackländer, Geschäftsführer aqua.naturale Beregnung

Über den Autor: Jürgen Hackländer

Geschäftsführer von aqua.naturale Beregnung. Jürgen Hackländer kommt aus dem Handwerk und arbeitet bis heute selbst mit den Produkten, die er empfiehlt — seit über 25 Jahren, mit mittlerweile mehr als 15.000 zufriedenen Kunden. Durch regelmäßige Schulungen und ständigen Kontakt zu den Herstellern bleibt er technisch auf dem neuesten Stand.

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