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BEREGNUNGSANLAGE

Beregnungsanlage im Garten: was dahintersteckt und wie Sie sie planen

Beregnungsanlage, Bewässerungsanlage, Bewässerungssystem – gemeint ist immer die feste Anlage, die Rasen, Beete und Hecken ohne Schlauch versorgt. Wir bauen sie seit über 25 Jahren in Neuss, Düsseldorf und Köln und erklären hier, wie sie aufgebaut ist, was sie kostet und wie die Planung geht.

Kostenlose Erstberatung →Bewässerung online planen →

AUF EINEN BLICK

Das Wichtigste auf einen Blick

Ein Wort, eine Sache

Beregnungsanlage, Bewässerungsanlage, Bewässerungssystem: immer die feste Anlage aus Leitung, Ventilen, Regnern oder Tropfrohr und Steuergerät.

Sechs Bausteine

Wasserquelle, Filter, Magnetventile in der Ventilbox, PE-Rohr, Regner oder Tropfrohr, Steuergerät mit Sensor.

2.000 bis 4.000 Euro Material

Für den normalen Hausgarten mit vier bis sechs Kreisen. Der Rest ist Arbeit – Ihre oder unsere.

Planung entscheidet

Eimertest, Wasserdruck, Regnerbild. Wir planen kostenlos, auch wenn Sie selbst bauen.

BEREGNUNG ODER BEWÄSSERUNG

Beregnung oder Bewässerung – gibt es einen Unterschied?

Wir heißen aqua.naturale Beregnung, und regelmäßig fragt jemand, ob wir auch Bewässerung machen. Die Antwort: Es ist dasselbe. „Beregnung“ ist der ältere Begriff aus Landwirtschaft und Sportplatzbau, wo Regner das Wasser wie Regen über die Fläche werfen; „Bewässerung“ hat sich als Oberbegriff durchgesetzt, seit Tropfrohr und Mikrosprüher dazugekommen sind, die nicht „regnen“, sondern tropfen.

Wer heute „Beregnungsanlage für den Garten“ sucht, meint in aller Regel das, was wir auf dieser Seite beschreiben: eine fest installierte Anlage, die Rasen, Beete und Hecken automatisch versorgt. Wer nur den Rasen im Blick hat, ist mit dem Begriff Beregnung sogar präziser – dort arbeiten tatsächlich Regner.

SECHS BAUSTEINE

Wie eine Beregnungsanlage aufgebaut ist

Jede Anlage, vom Reihenhausgarten bis zum Fußballplatz, besteht aus denselben sechs Bausteinen.

1

Wasserquelle

Der Hausanschluss liefert in Neuss und Umgebung meist 3 bis 4 bar und 2 bis 3 Kubikmeter pro Stunde – genug für einen Regnerkreis nach dem anderen, nicht für alle gleichzeitig. Brunnen und Zisterne brauchen eine Pumpe. Am Trinkwasseranschluss ist ein Systemtrenner Pflicht (DIN EN 1717).

2

Filter

Vor den Ventilen sitzt ein Sieb- oder Scheibenfilter. Er kostet wenig und verhindert, dass Sand oder Rost das erste Magnetventil blockieren.

3

Ventilbox mit Magnetventilen

Jeder Bereich – Rasen vorn, Rasen hinten, Beete, Hecke – ist ein eigener Kreis mit eigenem Ventil. Die Ventile sitzen zusammen in einer Box im Boden, mit dem Deckel bündig zur Rasenkante.

4

PE-Rohr

Von der Ventilbox führt ein 25-mm-Rohr zu jedem Kreis, 30 bis 40 Zentimeter tief, mit Klemmverbindern montiert. Es bleibt 30 Jahre im Boden.

5

Regner oder Tropfrohr

Auf dem Rasen versenkbare Regner – Getrieberegner ab 8 Metern Wurfweite, MP Rotatoren darunter –, die nach dem Lauf im Boden verschwinden. In Beeten und Hecken Tropfrohr mit druckkompensierten Tropfern unter der Mulchschicht.

6

Steuergerät und Sensor

Das Steuergerät öffnet die Ventile nacheinander, nachts, nach Programm. Ein Regensensor sperrt bei Regen, ein Wettersensor oder eine Hydrawise-Steuerung passt die Laufzeiten an die Verdunstung an.

Wie diese Bausteine im Detail zusammenspielen, beschreibt die Übersichtsseite Automatische Bewässerung; für den Rasen im Besonderen die Seite Rasenbewässerung, für Beete Tropfbewässerung, für die Zentrale Ventilbox und Magnetventil im Garten.

Rechteckige Ventilbox mit Magnetventilen und fünf abgehenden Bewässerungskreisen, bündig im Erdreich
Die Zentrale einer Beregnungsanlage: Ventilbox mit Magnetventilen, ein Kreis je Abgang. (Foto: aqua.naturale Beregnung)
Tropfleitung im schmalen Graben entlang einer Hecke
Für die Hecke kein Regner, sondern Tropfrohr im Graben – unsichtbar, sobald der Graben zu ist. (Foto: aqua.naturale Beregnung)

KOSTEN UND EHRLICHE EINORDNUNG

Was eine Beregnungsanlage kostet

Ehrlich gerechnet: Das Material für einen normalen Hausgarten mit 200 bis 400 Quadratmetern, vier bis sechs Kreisen, Steuergerät und Regensensor liegt bei 2.000 bis 4.000 Euro. Darin sind Regner, Ventile, Rohr, Verbinder, Filter und Steuerung enthalten, nicht enthalten sind Brunnen oder Zisterne und ein Systemtrenner, falls der noch fehlt. Die Montage durch uns kommt hinzu; beim Selbstbau ersetzen Sie sie durch zwei bis drei Wochenenden und einen Spaten – oder eine Hand-Grabenfräse für den Rasen.

Was die Anlage danach kostet: Wasser. Ein Rasen braucht im Sommer etwa 20 bis 25 Liter pro Quadratmeter und Woche; bei 300 Quadratmetern sind das 6 bis 8 Kubikmeter pro Woche im Hochsommer, deutlich weniger im Frühjahr und Herbst – und mit Wettersensor nur dann, wenn es nicht regnet. Zum Vergleich: Der Gartenschlauch mit dem Kreisregner verbraucht für dasselbe Ergebnis meist das Doppelte, weil niemand nachts um vier gießt und die Hälfte in der Mittagssonne verdunstet.

PLANUNG

Beregnungsanlage planen: die drei Zahlen, die zählen

Planung ist die halbe Beregnungsanlage. Drei Werte bestimmen alles Weitere.

1

Wie viel Wasser kommt aus dem Hahn?

Der Eimertest: einen 10-Liter-Eimer am Außenhahn füllen und die Sekunden stoppen. 20 Sekunden entsprechen 1,8 Kubikmeter pro Stunde – das reicht für etwa vier Getrieberegner oder acht MP Rotatoren gleichzeitig, also für einen Kreis. Dazu den Druck am Manometer; unter 2,5 bar arbeiten Getrieberegner nicht mehr sauber.

2

Welche Flächen gibt es?

Rasen, Beete, Hecken, Kübel – jede Art bekommt ihre eigene Technik und ihren eigenen Kreis. Eine Skizze mit Maßen reicht.

3

Wo stehen die Regner?

Regner müssen sich gegenseitig erreichen: Der Strahl des einen endet am Fuß des nächsten. Nur so ist die Fläche gleichmäßig nass. Daran scheitern Selbstbau-Anlagen – und genau das übernehmen wir kostenlos: Sie zeichnen den Garten in der Online-Planung, wir schicken den Regnerplan mit Stückliste.

Wer selbst bauen will, findet die Reihenfolge auf Bewässerungsanlage selber bauen; wer bauen lässt, startet mit der kostenlosen Erstberatung. Den Eimertest erklärt der Beitrag Gartenbewässerung planen: vom Eimertest zum Regnerplan.

EHRLICHE EINSCHRÄNKUNG

Wann sich eine Beregnungsanlage nicht lohnt

Bei 50 Quadratmetern Rasen und zwei Beeten hinter dem Reihenhaus, wenn Sie gern gießen und selten verreisen. Da tut es ein Bewässerungscomputer am Wasserhahn mit einem Tropfrohr im Beet für unter 200 Euro. Und bei einem Garten, der in zwei Jahren ohnehin umgebaut wird – die Anlage wird für den fertigen Garten geplant, nicht für den, der noch kommt.

FAQ

Häufige Fragen zur Beregnungsanlage

Keiner. Beregnung ist der ältere Begriff aus Landwirtschaft und Sportplatzbau, Bewässerung der heutige Oberbegriff, der auch Tropfbewässerung einschließt.

Ja. Für die Leitungen im Rasen fräst eine Hand-Grabenfräse einen 4 Zentimeter schmalen Schlitz, der nach zwei Wochen nicht mehr zu sehen ist. Beete werden mit Tropfrohr unter dem Mulch versorgt, ohne zu graben.

Ein Hausgarten mit vier bis sechs Kreisen: zwei bis drei Tage durch uns, zwei bis drei Wochenenden im Selbstbau.

Das Steuergerät braucht eine Steckdose, meist in Garage oder Keller. Wo keine ist, arbeiten batteriebetriebene Steuergeräte in der Ventilbox.

Die Anlage wird im Herbst mit Druckluft ausgeblasen und im Frühjahr wieder in Betrieb genommen. Beides dauert eine Stunde; wir bieten es als Wartungstermin an.

IHR PROJEKT

Bereit für einen Garten, der sich selbst versorgt?

Schicken Sie uns Ihre Skizze oder rufen Sie an – wir planen Ihre Beregnungsanlage kostenlos, ob Sie sie von uns bauen lassen oder selbst verlegen.

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