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Welche Bewässerungsarten gibt es?

Eine Übersicht
27. Dezember 2023 durch
Welche Bewässerungsarten gibt es?
aqua.naturale Beregnung, Jürgen Hackländer

Zuletzt aktualisiert am 18.09.2026

Überflur oder Unterflur, Sprühdüse oder Tropfleitung — wer sich zum ersten Mal mit automatischer Bewässerung beschäftigt, stößt schnell auf eine ganze Reihe von Fachbegriffen. Wir bringen Ordnung in die wichtigsten Bewässerungsarten und zeigen, welche Methode zu welcher Situation passt.

RATGEBER-ÜBERSICHT

Dieser Artikel ist Teil unseres Ratgebers Automatische Bewässerung: Systeme, Technik und Planung im Überblick – dort finden Sie alle Beiträge zum Thema im Zusammenhang.

Von oben oder an der Wurzel

Überflur heißt: Das Wasser kommt von oben, verteilt durch Versenkregner – die richtige Wahl für Rasenflächen. Unterflur bedeutet, dass das Wasser unterhalb der Bodenoberfläche abgegeben wird. Tropfleitungen können auch oberirdisch liegen; dann sind sie keine Unterflurbewässerung. Welche Variante passt, hängt von Pflanzen, Boden und Nutzung ab. Die meisten Gärten brauchen beides, in getrennten Kreisen. Als Richtwert für die Wochenmenge gelten 15 bis 20 Liter je Quadratmeter im Frühjahr und 25 bis 40 Liter im Hochsommer.

Welche Bewässerungsart zu welchem Teil Ihres Gartens passt, fassen wir auf unserer Seite zur Gartenbewässerung zusammen.

Überflur-Beregnung: Wasser von oben

Bei der Überflur- oder Überkopf-Beregnung fällt das Wasser von oben auf die Fläche — im Hausgarten übernehmen das versenkbare Regner, die im Ruhezustand unsichtbar im Boden verschwinden und nur während des Betriebs ausfahren.

  • Versenkbare Sprühdüsen: Sprühdüsen eignen sich für kleine Teilflächen. Rotierende Mehrstrahldüsen sind eine eigene Düsenart und erreichen modellabhängig größere Wurfweiten, beispielsweise bis rund 10,7 m beim MP3500.
  • Getriebeversenkregner: Die Wurfweite hängt vom Modell, der Düse und dem Fließdruck ab. Kleine Getrieberegner beginnen bereits bei wenigen Metern; große Modelle eignen sich für weitläufige Flächen.

Welcher Regnertyp zur jeweiligen Teilfläche passt, entscheidet sich an Zuschnitt, Größe und Bepflanzung — eine sorgfältige Planung zahlt sich hier langfristig aus.

Tropfbewässerung: oberirdisch oder unterirdisch

Tropfbewässerung führt Wasser gezielt in den Wurzelbereich und hält das Blattwerk weitgehend trocken. Für unterirdische Verlegung ist ein dafür geeignetes Tropfrohr erforderlich. Einbautiefe und Abstand richten sich nach Herstellerangaben, Boden und Bepflanzung.

  • Tropfbewässerung: Tropfer geben Wasser mit einem durch ihre Bauart und den Betriebsdruck bestimmten Durchfluss ab. Sie messen keine Bodenfeuchte. Eine bedarfsgerechte Laufzeit wird über die Steuerung eingestellt und kann durch einen passenden Sensor beeinflusst werden. Tropfrohre und Einzeltropfer werden passend zur Bepflanzung ausgewählt.
  • Mikrosprüher: Mikrosprüher verteilen Wasser oberirdisch. Sie gehören nicht zur Unterflurbewässerung. Reichweite und Sprühbild müssen zur Fläche und Bepflanzung passen.
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Wie viel und wann sollten Sie gießen?

Als grober Richtwert für die Gießmenge pro Woche gilt, abhängig von der Jahreszeit:

  • März bis Mai: ca. 15–20 Liter/m²
  • Juni bis September: ca. 25–40 Liter/m²
  • Oktober bis November: ca. 5–10 Liter/m²

Diese Mengen sind lediglich grobe Orientierungswerte, keine Vorgabe für jede Pflanze oder Fläche. Pflanzenart, Boden, Wetter und durchwurzelte Tiefe bestimmen den Bedarf. Berücksichtigen Sie nutzbaren Regen und prüfen Sie die Feuchte im Wurzelbereich, bevor Sie zusätzlich bewässern.

Frühe Morgenstunden sind meist günstig, weil es kühler und windärmer ist. Akut trockene Pflanzen sollten jedoch nicht allein wegen der Uhrzeit auf Wasser warten. Vor Frost wird die Anlage nach ihrer Bauart und den Herstellerangaben entleert. Immergrüne Pflanzen können auch im Winter an frostfreien Tagen Wasser benötigen, wenn der Boden trocken ist.

Unsere Hersteller für alle Bewässerungsarten

Für die Umsetzung setzen wir auf bewährte Markenqualität: Hunter, Netafim, Rainbird und Azud. Mehr zu den passenden Versenkregnern und dazu, wie Sie Ihre Bewässerungsanlage richtig einstellen, finden Sie in unseren weiterführenden Beiträgen. Welches System insgesamt am besten zu Ihrem Garten passt, erfahren Sie in unserem Beitrag „Welches Bewässerungssystem ist das beste?".

Häufige Fragen

Bei Überflurbewässerung wird Wasser oberhalb der Bodenoberfläche abgegeben, etwa durch Regner oder oberirdisch verlegte Tropfleitungen. Unterflurbewässerung gibt es unterhalb der Oberfläche ab. Unterirdische Tropfrohre sind je nach Modell auch für Rasen geeignet.

Als Richtwert gelten von März bis Mai etwa 15 bis 20 Liter je Quadratmeter und Woche, von Juni bis September etwa 25 bis 40 Liter. Berücksichtigen Sie nutzbaren Regen und den Bedarf der Pflanzen. Bei Regnern ermitteln Sie die Niederschlagsrate mit einem Auffangtest: gleichartige, gerade Behälter verteilen, eine bekannte Zeit bewässern und die Wasserhöhe messen. Der Eimertest an der Wasserquelle ist eine andere Messung.

Ja, mit unterirdisch verlegtem Tropfrohr. Das ist vor allem bei schmalen, verwinkelten oder stark windigen Flächen interessant. Was dabei zu beachten ist und wann Versenkregner die bessere Wahl bleiben, steht im Beitrag zur unterirdischen Rasenbewässerung.

Weil sie ganz unterschiedliche Wassermengen und Drücke brauchen. Ein Regner bringt in einer Stunde ein Vielfaches dessen aus, was ein Tropfer abgibt. Am selben Kreis wäre der Rasen entweder zu trocken oder das Beet zu nass. Jede Ausbringungsart bekommt einen eigenen Kreis.

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Jürgen Hackländer, Geschäftsführer aqua.naturale Beregnung

Über den Autor: Jürgen Hackländer

Geschäftsführer von aqua.naturale Beregnung. Jürgen Hackländer kommt aus dem Handwerk und arbeitet bis heute selbst mit den Produkten, die er empfiehlt — seit über 25 Jahren, mit mittlerweile mehr als 15.000 zufriedenen Kunden. Durch regelmäßige Schulungen und ständigen Kontakt zu den Herstellern bleibt er technisch auf dem neuesten Stand.

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