Der Rasen ist noch grün, die Regner laufen morgens noch ihre Runden, und an Frost denkt im September niemand. Genau das ist das Problem: Die Einwinterung der Bewässerungsanlage gehört zu den Arbeiten, die man jedes Jahr „nächste Woche“ erledigen will – bis die erste klare Nacht kommt und das Thermometer am Morgen minus drei Grad zeigt. Dann ist es zu spät für Planung, und im Frühjahr stehen wir mit Ihnen vor einer geplatzten Ventilbox. In diesem Artikel erfahren Sie, wann der richtige Zeitpunkt ist, was auf die Checkliste gehört, welche fünf Fehler wir jedes Jahr sehen und woran Sie erkennen, ob Sie das Ausblasen selbst erledigen oder lieber uns anrufen sollten.
RATGEBER-ÜBERSICHT
Dieser Artikel ist Teil unseres Ratgebers Wartung, Einwinterung, Reparatur: Ihre Bewässerungsanlage durch das Jahr – dort finden Sie alle Beiträge zum Thema im Zusammenhang.
Das Wichtigste zur Einwinterung
Einwinterung in Neuss, Düsseldorf und Köln sinnvoll zwischen Mitte Oktober und Ende November, spätestens vor der ersten Nacht unter minus zwei Grad. Wasserzufuhr schließen, Anlage mit Druckluft zonenweise ausblasen (PE-Leitungen mit höchstens 3,4 bar, das sind 50 psi), Ventilbox und Rückflussverhinderer entleeren, Steuerung auf „Aus“ statt vom Strom trennen, Sensoren und Pumpe nicht vergessen. Wer keinen Kompressor mit ausreichender Luftmenge hat, lässt ausblasen – das gilt für Anlagen jeder Marke, auch wenn sie nicht von uns stammen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Einwinterung der Bewässerungsanlage?
Die ehrliche Antwort: früher, als die meisten denken, aber später, als die Vorsichtigen befürchten. Im Rheinland liegt der erste Nachtfrost im langjährigen Mittel zwischen Ende Oktober und Mitte November; einzelne Jahre bringen ihn schon Anfang Oktober, andere erst im Dezember. Entscheidend ist dabei nicht der erste leichte Reif auf dem Autodach, sondern die erste Nacht, in der es mehrere Stunden unter minus zwei Grad bleibt. Dann gefriert Restwasser in Regnergehäusen, Ventilen und flach liegenden Leitungsstücken, und Wasser hat beim Gefrieren die unangenehme Eigenschaft, sich um rund 9 Prozent auszudehnen. Ein Kunststoffgehäuse hält das genau einmal nicht aus.
Zudem gilt: Die Verlegetiefe schützt weniger, als man hofft. PE-Leitungen in Hausgärten liegen meist 25 bis 40 Zentimeter tief. Der Boden in Nordrhein-Westfalen kann in einem strengen Winter deutlich tiefer durchfrieren – die frostfreie Tiefe, mit der Bauingenieure rechnen, liegt bei 80 Zentimetern. Regner und Ventilboxen sitzen ohnehin direkt unter der Oberfläche. Die Faustregel für unsere Region lautet daher: Einwinterung zwischen Mitte Oktober und Ende November, und sobald der Wetterbericht die erste Frostnacht ankündigt, wird nicht mehr gewartet. Wer seine Beete bis in den November hinein bewässern will, kann die Tropfbewässerung als letzte Zone laufen lassen und den Rest schon vorher ausblasen.
Die Einwinterungs-Checkliste (Saison 2026)
Drucken Sie sich diese Liste aus oder hängen Sie sie ans Steuergerät – die Reihenfolge ist nicht beliebig.
- Wasserzufuhr schließen. Absperrhahn der Bewässerung vor dem Rückflussverhinderer zudrehen. Läuft die Anlage über einen Gartenwasserzähler oder einen Hausanschluss, lassen Sie die Absperrung am Zähler von Ihrem Sanitärinstallateur prüfen – diese Arbeiten gehören ins SHK-Handwerk, nicht zu uns.
- Druck ablassen. Eine Zone am Steuergerät manuell starten, damit der Druck aus der Hauptleitung entweicht, danach die Zone wieder schließen.
- Zone für Zone mit Druckluft ausblasen. Kompressor am Ausblasanschluss anschließen, Druckbegrenzer auf höchstens 3,4 bar für PE-Leitungen, dann jede Zone einzeln über das Steuergerät öffnen – laut Hunter mit der höchstgelegenen, am weitesten entfernten Zone beginnen – und laufen lassen, bis aus den Regnern nur noch Nebel kommt – meist zwei bis drei Minuten je Zone. Niemals Luft in die Anlage geben, solange alle Ventile geschlossen sind.
- Ventilbox und Rückflussverhinderer entleeren. Entlüftungsschrauben an den Magnetventilen eine Vierteldrehung öffnen, die Kugelhähne des Rückflussverhinderers auf 45 Grad stellen und seine Prüfhähne öffnen, damit Restwasser abfließen und nichts eingeschlossen bleibt.
- Steuergerät auf „Aus“. Nicht den Stecker ziehen: Laut Hunter bleibt das Steuergerät am Netz und steht auf AUS. Die Programme liegen bei X-Core und Pro-C ohnehin im Dauerspeicher; eine Knopfzelle (CR2032) hält nur Datum und Uhrzeit. Hydrawise-Nutzer setzen in der App „Bewässerung aussetzen bis“ auf ein Datum im März – das Gerät bleibt online, der Winter wird protokolliert.
- Sensoren prüfen. Regen- und Frostsensoren wie der Hunter Rain-Clik oder Solar Sync sind wetterfest und bleiben montiert, den Mini-Clik muss man laut Hunter im Winter weder abbauen noch abdecken (mehr im Regensensor-Ratgeber); Bodenfeuchtesensoren mit Kabelverbindung dagegen auf Beschädigung prüfen. Ein Funksender ohne Batterie meldet im Frühjahr nichts mehr.
- Pumpe und Filter. Bei Zisternen- oder Brunnenbetrieb die Pumpe entleeren oder frostfrei lagern, Scheibenfilter öffnen, Filterelement reinigen und trocken einlagern. Ein Filter mit Restwasser ist im Frühjahr das häufigste Ersatzteil auf unserer Liste.
- Sichtkontrolle und Notiz. Regner, die nicht mehr einfahren, tropfende Verbinder, eine Zone mit auffällig wenig Luftaustritt – jetzt aufschreiben, im Frühjahr beheben. Dann sind die Teile vorrätig und der Rasen nicht schon wieder gelb.
Die fünf Fehler, die wir jeden Frühling sehen
Fehler 1: Nur entleert, nicht ausgeblasen. Der Absperrhahn ist zu, das Ablassventil offen, fertig. Leider läuft Wasser nur dorthin, wo es bergab geht – und Gartenleitungen haben Hoch- und Tiefpunkte, die niemand kennt. Was in den Senken stehen bleibt, gefriert. Die drei Ablassmethoden (manuell, automatisch, Druckluft) vergleichen wir weiter unten. Das Ergebnis ist eindeutig: Druckluft ist die einzige Methode, die zuverlässig alle Anlagenteile erreicht.
Fehler 2: Zu viel Druck. Der Baumarkt-Kompressor liefert 8 bar, und ohne Druckminderer landen die auch in der Leitung. PE-Rohr, Klemmverbinder und Regnergehäuse sind für Wasserdruck von 3 bis 5 bar ausgelegt, nicht für 8 bar Luft. Die Folge sind gesprengte Verbinder, die man erst im Mai bemerkt, wenn der Rasen an einer Stelle zum Sumpf wird.
Ein fester Ausblasanschluss an der Hauptleitung, etwa eine Druckluft-Kupplungsdose in 1/2", macht das Anschließen des Kompressors einfach. Kupplungsdose und Stecker finden Sie unter Druckluftkupplung und Systemzubehör.
Fehler 3: Zu wenig Luft. Das Gegenteil ist genauso verbreitet. Ein kleiner 24-Liter-Kompressor baut zwar Druck auf, liefert aber nur 100 bis 200 Liter Luft pro Minute. Eine Regnerzone mit sechs Getrieberegnern braucht ein Vielfaches davon, um das Wasser wirklich hinauszuschieben statt nur zu blubbern. Hunter nennt für Hauptleitungen bis 50 mm (2 Zoll) 2.300 bis 2.800 Liter pro Minute und empfiehlt dafür ein Mietgerät. Im Hausgarten mit dünneren Leitungen geht es mit weniger, unter 400 bis 600 Litern pro Minute wird es aber Glückssache; wir arbeiten mit Geräten ab 1.000 Litern. Wer das nicht hat, bläst mehrmals kurz hintereinander aus, mit Pausen zum Druckaufbau – oder lässt es machen.
Fehler 4: Steuergerät vom Netz. Stecker raus, Ruhe bis März. Im Frühjahr ist dann das Programm weg, die Uhr steht auf Montag 0:00 Uhr, und bei WLAN-Steuerungen beginnt die Neueinrichtung von vorn. Ein Steuergerät verbraucht im Standby weniger als eine LED-Lampe – lassen Sie es an und stellen Sie es auf „Aus“.
Fehler 5: Die Ventilbox vergessen. Die Leitungen sind ausgeblasen, aber in den Magnetventilen selbst steht noch Wasser, weil die Entlüftungsschrauben zu blieben. Ein gerissenes Ventilgehäuse kostet mit Einbau ein Vielfaches der Vierteldrehung, die es gebraucht hätte.
Ist ein Ventil doch gerissen oder die Membran beschädigt, finden Sie Hunter PGV und ICV, Rain-Bird-Ventile sowie Ersatzmembranen und Spulen unter Magnetventile für die Bewässerung.
Die drei Wege, das Wasser aus der Anlage zu bekommen
Welcher Weg für Ihre Anlage in Frage kommt, hat der Erbauer beim Einbau entschieden. Erkennbar ist es an dem, was an den Tiefpunkten der Leitungen sitzt.
Manuell über Handablassventile
Sitzen an den Enden und Tiefpunkten der Leitungen Handablassventile, wird das Wasser abgesperrt und danach jedes dieser Ventile geöffnet, bis nichts mehr nachläuft. Anschließend kommen Absperrhahn und Systemtrenner an die Reihe. Frostsicher ist die Anlage damit nicht: In waagerecht liegenden Abschnitten und in den Regnergehäusen bleibt Wasser stehen, das die Schwerkraft nicht herausbekommt.
Automatisch über selbsttätige Ablassventile
Automatische Ablassventile öffnen von selbst, sobald der Druck in der Leitung unter etwa 0,7 bar fällt. Dafür wird das Wasser abgesperrt und eine Station von Hand gestartet, damit der Druck abfällt. Auch hier gilt: Die Hauptleitung läuft leer, das Wasser in Regnern und Ventilen bleibt.
Mit Druckluft ausblasen
Das Ausblasen ist die einzige Methode, die das Wasser auch aus den Regnergehäusen holt, und deshalb die, die Fachbetriebe anwenden. Entscheidend ist dabei die Luftmenge, nicht der Druck: Bei PE-Rohr gehören höchstens 3,4 bar an die Anlage, bei PVC höchstens 5,5 bar – und immer weniger als das schwächste Bauteil der Zone verträgt. Wer den fehlenden Volumenstrom eines kleinen Kompressors mit mehr Druck ausgleicht, zerstört Düsen, Dichtungen und Ventilmembranen. Durch den Systemtrenner darf keine Druckluft gedrückt werden, und beim Ausblasen gehört eine Schutzbrille auf die Nase – die Regner schießen Wasser und Luft mit erheblicher Wucht heraus.
Hauswasserwerk und Pumpe nicht vergessen
Wer aus Brunnen, Zisterne oder Regentonne bewässert, hat ein zweites Bauteil zu schützen: die Pumpe. Sie steht meist in einem unbeheizten Schuppen oder Schacht und wird beim Gedanken an „die Leitungen im Garten" regelmäßig übersehen. Das Pumpengehäuse wird über die Ablassschraube am Pumpenkopf vollständig entleert, ein vorhandener Druckkessel drucklos gemacht, Filter und Vorfilter werden ausgebaut, gereinigt und frostfrei eingelagert. Restwasser im Pumpengehäuse ist der häufigste Grund für Frostschäden an der Pumpe – häufiger als an den Leitungen selbst.
Hunter- oder Rain-Bird-Anlage winterfest machen: was anders ist
Wasser, das in der Leitung bleibt, gefriert unabhängig vom Logo auf dem Ventildeckel. Ausblasen, Ventilbox und Rückflussverhinderer laufen deshalb bei jeder Marke nach der Checkliste oben. Unterschiede gibt es beim Steuergerät, bei Durchflussmessern und bei ein paar Details, die bei der Einwinterung gern übersehen werden.
Hunter: X-Core, Pro-C und Hydrawise
- Steuergerät am Netz lassen. Wahlschalter auf „Aus“. Hunter begründet das bei Geräten im Freien mit der Wärme des Trafos, die Kondenswasser im Gehäuse verhindert. Die Programme von X-Core und Pro-C liegen im Permanentspeicher; die Knopfzelle CR2032 hält nur Datum und Uhrzeit.
- Mit Hydrawise ausblasen. Über den Zonentest in der App starten Sie jede Zone einzeln vom Handy aus – praktisch, wenn Kompressor und Steuergerät weit auseinander stehen. Danach die Bewässerung bis März aussetzen. Was die App sonst noch eigenständig entscheidet, steht in Hydrawise bewässert nicht?
- Keine Druckluft durch den Durchflussmesser. Ein HC-Durchflussmesser wird vor dem Ausblasen ausgebaut und durch ein Zwischenstück ersetzt. Beim Flow-Clik gilt dasselbe Prinzip: Sensor heraus, über den Winter einen Blindstopfen einsetzen.
- Das kleine Loch am Getrieberegner ist kein Defekt. Die Öffnung seitlich am Aufsteiger ist Ablauf und Spülöffnung zugleich. Sie sorgt dafür, dass Wasser unter dem Düsenkopf den Regner bei Frost nicht anhebt.
- Stillgelegter Regner? Keine Sackgasse lassen. Wird ein Regner entfernt, kappt man das Rohr am nächsthöheren Regner. Ein totes Rohrende bleibt beim Ausblasen voll und friert ein.
Rain Bird: ESP-TM2 und Ventile
- Wahlschalter auf „Aus“. Rain Bird empfiehlt, das Steuergerät über den Winter auf OFF zu stellen. Fest verdrahtete Außengeräte müssen dafür nicht vom Netz; ein Steckernetzteil im Haus darf gezogen werden.
- Die Programme bleiben ohnehin erhalten. Beim Rain Bird ESP-TM2 liegt die Programmierung im nichtflüchtigen Speicher. Uhrzeit und Datum hält ein Batteriesatz (2 × AAA). Wer das Gerät vom Netz nimmt, prüft die Batterien vorher – sonst stimmt im Frühjahr zwar das Programm, aber nicht die Uhr.
- Ventilgehäuse und Tiefpunkte kontrollieren. Gerade bei Rain-Bird-Anlagen sehen wir denselben Fehler wie bei jeder anderen Marke: Die Hauptleitung ist ausgeblasen, im Ventil und an den Tiefpunkten steht aber noch Wasser.
Unsere Hersteller für die Einwinterung
Ob die Anlage mit Hunter, Rain Bird, Netafim oder Azud gebaut wurde, ändert am Ablauf der Einwinterung nichts. Unterschiede gibt es bei Details: Hunter- und Rain-Bird-Getrieberegner vertragen das Ausblasen problemlos, sollten aber nicht minutenlang trocken rotieren; Netafim-Tropfrohre werden mit deutlich weniger Druck ausgeblasen, weil die Tropfer sonst leiden; beim Rain Bird ESP-TM2 bleiben die Programme wie bei Hunter X-Core und Pro-C auch ohne Strom gespeichert (Einzelheiten oben). Passende Ersatzteile, Entlüftungsschrauben, Batterien und Sensoren führen wir für alle vier Hersteller im Onlineshop und im Lager in Neuss.
Selbst ausblasen oder ausblasen lassen?
Wer einen Kompressor mit ausreichender Luftmenge, einen Druckminderer und einen Ausblasanschluss an der Anlage hat, kann die Einwinterung in 30 bis 60 Minuten selbst erledigen – unsere Checkliste oben reicht dafür. Doch drei Situationen sprechen für den Fachbetrieb: Die Anlage hat mehr als sechs Zonen oder lange Leitungswege, es gibt keinen Ausblasanschluss und die Luft müsste über einen Regner oder ein Ventil eingebracht werden, oder Sie wissen schlicht nicht, wie die Anlage aufgebaut ist, weil sie schon im Garten war, als Sie das Haus gekauft haben. In allen drei Fällen ist das Risiko eines Frostschadens höher als die Kosten des Termins.
Wir wintern Anlagen in Neuss, Düsseldorf, Köln, Mönchengladbach und im Umland ein – ausdrücklich auch solche, die nicht von uns geplant oder installiert wurden. Zum Termin gehört eine Sichtprüfung der Regner, Ventile und der Steuerung, damit Sie im Frühjahr wissen, was zu tun ist. Der Preis richtet sich nach Anlagengröße und Zugänglichkeit; Sie erhalten vorab ein unverbindliches Angebot. Termine vergeben wir von Mitte September bis Mitte Dezember, und die Wochen vor dem ersten Frost sind erfahrungsgemäß schnell voll.
Häufige Fragen zur Einwinterung
Reicht es, den Gartenhahn zuzudrehen und die Regner laufen zu lassen?
Nein. Ohne Druck fahren die Regner nicht ein und geben auch das Wasser in den Leitungen nicht frei. Was in Rohr, Ventil und Gehäuse bleibt, gefriert. Nur Druckluft schiebt das Restwasser hinaus.
Muss ich Tropfbewässerung überhaupt einwintern?
Ja, aber mit weniger Druck: 1 bis 1,5 bar reichen für Tropfrohre, mehr schadet den Tropfern. Oberirdisch verlegte Tropfschläuche können Sie alternativ abnehmen, entleeren und frostfrei lagern.
Was passiert, wenn der Frost früher kommt als mein Termin?
Ein einzelner leichter Nachtfrost bis minus zwei Grad richtet an Leitungen im Boden noch keinen Schaden an, oberirdische Teile wie Rückflussverhinderer und Ventilboxen sind gefährdeter. Im Zweifel diese Bauteile mit einer Decke oder Isoliermatte abdecken und den Termin vorziehen lassen – rufen Sie uns an, wir priorisieren nach Frostrisiko.
Kann ich die Anlage mit dem Kompressor aus der Garage ausblasen?
Meist nicht. Entscheidend ist nicht der Druck, sondern die Liefermenge in Litern pro Minute. Werkstattkompressoren haben zu wenig davon, und wer das über den Druck ausgleicht, beschädigt Düsen, Dichtungen und Ventile. Ein zu hoher Druck richtet mehr Schaden an als der Frost.
Was passiert, wenn die Einwinterung vergessen wurde?
Sichtbar wird es meist erst im Frühjahr: Ventile schließen nicht mehr, Regnergehäuse sind gerissen, Verschraubungen undicht. Deshalb gehört zur Inbetriebnahme im Frühjahr immer ein langsamer Druckaufbau und ein Test jeder einzelnen Station.
Muss ich auch die Pumpe oder das Hauswasserwerk einwintern?
Ja, und zwar zusätzlich zu den Leitungen. Pumpengehäuse über die Ablassschraube entleeren, einen Druckkessel drucklos machen, Filter ausbauen und reinigen, das Gerät frostfrei einlagern. Restwasser im Pumpengehäuse ist der häufigste Grund für Frostschäden an der Pumpe selbst.
Wie mache ich eine Rain-Bird-Anlage winterfest?
Wie jede andere Anlage: Wasser absperren, Zone für Zone mit Druckluft ausblasen (bei PE-Rohr höchstens 3,4 bar), Ventile und Rückflussverhinderer entleeren. Das Steuergerät, etwa einen ESP-TM2, stellen Sie auf „Aus“. Die Programme bleiben im nichtflüchtigen Speicher erhalten, Uhrzeit und Datum hält ein Batteriesatz.
Muss ich ein Hunter-Steuergerät im Winter vom Strom nehmen?
Nein. Hunter empfiehlt, das Gerät am Netz zu lassen und auf „Aus“ zu stellen; bei Geräten im Freien verhindert die Wärme des Trafos Kondenswasser im Gehäuse. Die Programme liegen bei X-Core und Pro-C im Permanentspeicher.
Bereit für einen Winter ohne böse Überraschungen? Blasen Sie rechtzeitig aus, schützen Sie Ventile und Steuerung, und starten Sie im Frühjahr mit einer Anlage, die einfach wieder läuft. Fragen Sie jetzt Ihren Einwinterungstermin an – unverbindlich und auch für Anlagen, die nicht von uns stammen!
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Über den Autor: Jürgen Hackländer
Geschäftsführer von aqua.naturale Beregnung. Jürgen Hackländer kommt aus dem Handwerk und arbeitet bis heute selbst mit den Produkten, die er empfiehlt — seit über 25 Jahren, mit mittlerweile mehr als 15.000 zufriedenen Kunden. Durch regelmäßige Schulungen und ständigen Kontakt zu den Herstellern bleibt er technisch auf dem neuesten Stand.
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