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Hunter Hydrawise einrichten: WLAN-Bewässerungssteuerung Schritt für Schritt

WAND-Modul, App und erstes Programm in wenigen Schritten
14. September 2026 durch
Hunter Hydrawise einrichten: WLAN-Bewässerungssteuerung Schritt für Schritt
aqua.naturale Beregnung, Jürgen Hackländer

Zuletzt aktualisiert am 14.09.2026

Sie stehen mit dem neuen Steuergerät in der Hand vor der Garage, das WLAN-Passwort im Kopf, und fragen sich: Reicht es, das Modul einzustecken, oder brauche ich jetzt einen Elektriker? Die gute Nachricht vorweg: Bei Hydrawise ist die halbe Arbeit schon getan, wenn das Gerät angeschlossen ist – der Rest ist App, ein paar Klicks und etwas Geduld beim ersten Verbindungsaufbau. Die schlechte Nachricht: Genau dieser letzte Schritt ist es, an dem in der Praxis die meisten Rückfragen bei uns landen, meistens wegen eines schwachen WLAN-Signals am Einbauort oder weil Bestands- und Neukonto verwechselt werden. Beides lässt sich vermeiden, wenn man die Reihenfolge kennt.

Für die Ungeduldigen

WLAN-Signal am Steuergerät-Standort prüfen → WAND-Modul einstecken (nur bei Hunter X2, Drehschalter auf „RUN“) → Hydrawise-App laden, Konto erstellen oder anmelden → Gerät per Bluetooth koppeln, dann WLAN-Zugangsdaten übertragen → Zonen und erstes Programm einrichten. Für die dauerhafte Nutzung aller Cloud-Funktionen brauchen Sie eine stehende Internetverbindung am Gerät – für die reine Einrichtung reicht kurzzeitig auch Bluetooth oder WLAN Direkt.

Was ist Hydrawise eigentlich?

Hydrawise ist Hunters cloudbasierte Steuerungsplattform für Bewässerungscomputer – technisch gesehen nichts anderes als eine Software, die Ihr Steuergerät mit dem Internet verbindet und es dadurch mit aktuellen Wetterdaten, Fernzugriff per Smartphone und einer automatischen Anpassung der Laufzeiten ausstattet. Das Kernstück nennt Hunter Predictive Watering – eine vorausschauende Anpassung der Bewässerung anhand von Regen-, Temperatur- und Verdunstungsdaten für Ihren Standort, nicht nur eine starre Zeitschaltuhr. In der Herstellerkommunikation ist dabei von bis zu 50 % Wasserersparnis die Rede – ein Laborwert unter Idealbedingungen, den wir in dieser Höhe in der Praxis so pauschal nicht bestätigen können, der aber die Richtung zeigt: Ein Programm, das auf tatsächliches Wetter statt auf feste Uhrzeiten reagiert, spart in aller Regel spürbar Wasser gegenüber einer klassischen Zeitsteuerung.

Welche Steuergeräte sind Hydrawise-fähig?

Hydrawise ist keine eigenständige Hardware, sondern eine Zusatzfunktion für verschiedene Hunter-Steuergeräte – und genau hier entsteht in der Praxis die meiste Verwirrung, weil nicht jedes Modell auf demselben Weg WLAN-fähig wird:

  • Hunter X2 (4, 6, 8 oder 14 Stationen): Klassisches, fest verdrahtetes Steuergerät ohne eigenes WLAN. Wird erst über das optional erhältliche WAND-Modul zur vollwertigen Hydrawise-Cloud-Steuerung nachgerüstet. Das ist die Kombination, die wir bei aqua.naturale führen und auf die sich dieser Artikel im Detail bezieht.
  • Hunter Pro-HC: Bringt Hydrawise-Fähigkeit bereits werkseitig mit, kein Zusatzmodul nötig.
  • Hunter HPC / HCC: Ebenfalls eigenständig WLAN-fähige Modelle mit vergleichbarem Einrichtungsprinzip – Details dazu finden Sie direkt bei hydrawise.com/support.

Wichtig für die Kaufentscheidung: Das WAND-Modul passt ausschließlich in das X2. Für ein Pro-C benötigen Sie stattdessen das PC-WIFI-Modul, das HPC hat WLAN bereits integriert – eine Verwechslung führt zu einem Modul, das schlicht nicht ins Gerät passt.

Hunter X2
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Was Sie vor der Einrichtung brauchen

  • Steuergerät fertig verdrahtet und am Stromnetz (230 V AC beim X2)
  • Bei X2: das WAND-Modul (separat erhältlich)
  • Smartphone mit installierter Hydrawise-App (Apple App Store oder Google Play) oder Zugriff auf hydrawise.com im Browser
  • WLAN-Zugangsdaten Ihres Heimnetzes
  • Ein brauchbares WLAN-Signal genau am Einbauort des Steuergeräts – nicht am Router, nicht im Wohnzimmer. Gerade Garagen, Keller oder Außenschränke sind oft die schwächste Stelle im gesamten Netz.

Schritt für Schritt: Hydrawise am Hunter X2 einrichten

Schritt 1: WLAN-Signal am Einbauort prüfen

Bevor Sie irgendetwas öffnen, gehen Sie mit dem Smartphone zum Steuergerät und prüfen die Signalstärke. Ist sie schwach, überlegen Sie jetzt schon, ob ein WLAN-Repeater nötig ist – im Nachhinein, mit bereits verdrahtetem Gerät, ist das deutlich unbequemer zu beheben.

Schritt 2: WAND-Modul einsetzen

Nehmen Sie die WLAN-Abdeckung am X2-Steuergerät ab und stecken Sie das WAND-Modul ein. Das deaktiviert die klassischen Schalter- und Tastenfunktionen am Gerät selbst – ab jetzt läuft die Bedienung über die App. Der Drehschalter am Gerät muss dafür auf Position „RUN“ (Betrieb) stehen.

Schritt 3: Hydrawise-Software laden

Laden Sie die App aus dem App Store oder Google Play, oder melden Sie sich direkt auf hydrawise.com an. Neukunden registrieren ein Konto und bestätigen den Link in der Bestätigungsmail; Bestandskunden mit bereits vorhandenem Hydrawise-Konto gehen im Dropdown „Mein Konto“ auf „Meine Steuergeräte“ und fügen das neue Gerät über das Plus-Symbol hinzu.

Schritt 4: Steuergerät koppeln

Der Setup-Assistent verbindet sich zunächst per Bluetooth mit dem WAND-Modul (dafür müssen Sie in Reichweite des Geräts sein) und überträgt darüber Ihre WLAN-Zugangsdaten. Der eigentliche WLAN-Verbindungsaufbau dauert danach rund 30 Sekunden; die Wi-Fi-Status-LED am Modul leuchtet anschließend dauerhaft statt zu blinken – das ist Ihr Signal, dass die Verbindung steht.

Schritt 5: Zonen und erstes Programm einrichten

Erst jetzt geht es an die eigentliche Bewässerungslogik: Zonen benennen, Stationstest durchlaufen lassen (jede Zone kurz einzeln laufen lassen und prüfen, ob Regner und Ventile wie erwartet reagieren), danach ein erstes Programm mit Startzeiten anlegen. Die Predictive-Watering-Anpassung greift automatisch dazu, sobald Standortdaten hinterlegt sind – eine Nacheinstellung ist in der Regel nicht nötig.

Vorteile und Nachteile der Hydrawise-Umrüstung

Vorteile: Fernzugriff von unterwegs, automatische Anpassung an echtes Wetter statt starrer Zeiten, Benachrichtigungen bei Störungen (z. B. Durchflussabweichungen bei entsprechendem Sensor), und beim X2 der Charme, dass Sie nicht sofort in ein komplett neues Gerät investieren müssen – das Modul rüstet ein vorhandenes X2 nach.

Nachteile: Ohne stabiles WLAN am Einbauort bringt das teuerste Modul nichts – das ist in der Praxis der mit Abstand häufigste Stolperstein, nicht die Software selbst. Die vollen Cloud-Funktionen hängen an einer bestehenden Internetverbindung; fällt die Cloud aus oder bricht die Verbindung ab, sind Fernzugriff und Live-Wetteranpassung vorübergehend weg. Und: Der kostenlose „Home“-Plan von Hydrawise deckt App-Benachrichtigungen, Wetteranpassung und 30 Tage Historie ab – für die meisten Hausgärten ausreichend, wer aber Mehrbenutzerzugriff, eine längere Historie oder den Geräteersatz-Schutz möchte, braucht den kostenpflichtigen „Enthusiast“-Plan.

Unsere Hersteller

Neben Hunter mit Hydrawise, Solar Sync und dem X2-System setzen wir je nach Projekt auch auf Netafim (Tropfbewässerungskomponenten, Steuerungstechnik), Rain Bird und Azud – bei der reinen App-/WLAN-Steuerung ist Hydrawise aktuell aber die mit Abstand ausgereifteste Lösung im Hunter-Sortiment, weshalb wir sie in diesem Artikel in den Mittelpunkt stellen.

Häufige Fragen

Nein. Das WAND-Modul ist ausschließlich für das X2 gebaut. Das Pro-C wird über das PC-WIFI-Modul nachgerüstet, das HPC hat WLAN bereits werkseitig integriert.

Für die erste Einrichtung reicht auch Bluetooth oder WLAN Direkt. Für die dauerhafte Nutzung der Cloud-Funktionen – etwa Fernzugriff von unterwegs oder automatische Wetteranpassung – ist eine bestehende Internetverbindung am Steuergerät aber Voraussetzung.

Ja, sowohl die Hydrawise-Website als auch die App bieten eine deutsche Sprachauswahl.

Das zuletzt gespeicherte Programm läuft in aller Regel lokal am Steuergerät weiter, auch ohne Cloud-Verbindung – Sie verlieren dann nur vorübergehend Fernzugriff und Live-Wetteranpassung, nicht die Grundbewässerung selbst.

Der Basis-Plan „Home“ ist kostenlos und für die meisten Hausgärten ausreichend. Wer mehr Historie, mehrere Nutzerzugänge oder zusätzlichen Support braucht, wählt den kostenpflichtigen „Enthusiast“-Plan.

Ob Nachrüstung eines bestehenden X2 mit dem WAND-Modul oder komplette Neuplanung mit Hydrawise-fähigem Steuergerät: Wir beraten Sie, welches System zu Ihrem Garten passt, und übernehmen auf Wunsch Einrichtung und Ersteinweisung gleich mit. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung!

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